Unser kleiner Liebling Nobody wurde
am 09.08.2000 als erstes Baby von Mopsi geboren. Bei seiner Geburt hatte
er ein ordentliches Gewicht von 48 g und war schon sehr früh recht
flott unterwegs. Allerdings passierte ihm im zarten Alter von einer Woche
ein großes Unglück. Nobody wurde von seiner Mama ganz böse
ins Köpfchen gebissen und hatte eine große Wunde. Wir sind sofort
mit ihm zum Tierarzt gefahren, der ihm an dem Abend noch eine große
Spritze Antibiotikum gegeben hat und ihn für den nächsten Morgen
zur OP bestellte. Bei dieser OP erhielt er eine Inhalationsnarkose und
dann wurde die Wunde gereinigt, gespült und genäht. Glücklicherweise
überstand der kleine Kerl das alles ohne Schaden und wir konnten ihn
am Nachmittag schon wieder ganz fit mit nach Hause nehmen.
Ja, und von dem Zeitpunkt an standen mein Ex-Mann und ich alle zwei Stunden Gewehr bei Fuß und fütterten
das kleine Kerlchen mit der Spritze, denn zu seiner Mama konnten wir ihn
ja nicht mehr tun.
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Anfangs mußte Nobody
noch mit sanfter Gewalt gefüttert werden, später kam er freiwillig
ganz gierig zu uns, um sich seine Milch abzuholen
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Er hatte seinen eigenen
Käfig bekommen und turnte dort jedes Mal wenn er uns sah am Gitter
rum, damit wir ihn rausholen und uns mit ihm beschäftigen.
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Besonders an meinem Ex-Mann hing Nobody mit Begeisterung, denn der kuschelte auf der Couch mit ihm,
nahm ihn mit ins Bett und kümmerte sich auch so sehr viel um ihn.
Eigentlich verbrachte er jede freie Minute mit Nobody.
Am 29.09.2000 war Nobody Abends mal wieder im Wohnzimmer unterwegs, wie schon so oft.
Auf unserem Schreibtisch lag eine
Taschenlampe, die wohl irgendwie ins Rollen gekommen war. Mein Ex-Mann hörte
nur den Aufprall der Taschenlampe auf dem Boden und sah Nobody liegen.
Der rappelte sich aber sehr schnell wieder auf und lief hinter den Käfig.
Dort haben wir ihn dann vorgeholt und gesehen, daß ein Hinterfüßchen
komisch verdreht war.
Wir riefen sofort den Tierarzt an, packten Nobody auf ein Handtuch und fuhren los.
Beim Tierarzt mußten wir etwas
warten, da noch ein Hund im Behandlungszimmer war, als sich Nobody plötzlich
zur Seite drehte. Da sah ich Blut auf dem Handtuch und daß mit seinem
Bauch etwas nicht stimmte. Die Tierärztin nahm uns dann sofort dran
und untersuchte den kleinen Kerl.
Und da kam das ganze schreckliche Ausmaß zu Tage: Die Taschenlampe muß ihm wohl aufs Hinterteil
geschlagen haben, wodurch er sich Verletzungen am Hinterfüßchen
und im Bauchraum zuzog, so daß sogar der Bauch offen war.
Die Tierärztin gab ihm dann eine Narkose und schläferte ihn schließlich ein, da wir leider
nichts mehr für den armen Nobody tun konnten.
Wir haben ihm im Garten bei unseren anderen Chinnies ein würdiges Begräbnis gegeben.
Jetzt sitzt unser kleiner Sonnenschein auf der Regenbogenbrücke und sieht von dort aus zu uns runter.
Dort hat er es sicherlich besser, denn sein Leben auf Erden stand wohl unter keinem guten Stern.
Ein kleiner Kerl - ein großer Kämpfer
und doch keine Chance auf´s Leben bekommen