Zur Pflege gehört zum einen die Pflege des Tieres selbst und zum anderen die Reinigung des Käfigs, etc. Chinchillas sind sehr reinliche Tiere, die Sauberkeit an sich und im Käfig sehr schätzen.

* Reinigungsplan

Tägliche Aufgaben

Zuerst sollte man vor der nächsten Fütterung Heureste, die im Streu liegen entfernen. Es kann nämlich durchaus vorkommen, daß das Chinchilla die Reste vom Boden frißt. Diese Reste können ohne weiteres von Kot und Urin verunreinigt sein, so daß das Chinchilla dann Durchfall bekommt.
Als nächstes sollte man den Futternapf säubern. Wenn Pellets übriggeblieben sind so sollte man diese nicht aus reiner Sparsamkeit dem Tier wieder vorsetzen, sondern die Reste wegwerfen und frische Pellets auffüllen.
Und unumgänglich ist natürlich täglich frisches Wasser, denn auch wir Menschen trinken ja nicht gerne Abgestandenes!!!
Wenn man das Sandbad ständig im Käfig läßt, so sollte man es auch täglich sieben

Wöchentliche Aufgaben

Wöchentlich sollte man das Einstreu im Käfig wechseln und dabei den Käfigboden mit heißem Wasser reinigen. Auch sollte man die Sitzbretter, etc. von Schmutz (Kot, Haare, etc.) befreien und die Wasserflasche gründlich ausspülen (evtl. mit einer Flaschenbürste), um Algenbildung zu vermeiden, die zum Tod des Tieres führen kann. Das Sandbad sollte ebenfalls gereinigt und der Sand ggfs. ersetzt bzw. aufgefüllt werden.

Monatliche Aufgaben

Zumindest monatlich sollte man die Kletteräste, Sitzbretter, etc. die mit Urin verschmutzt sind mit heißem Wasser abwaschen. Die abgestoßenen Haare der Tiere, die sich im Käfiggitter festgesetzt haben sollte man mit einem feuchten Tuch entfernen

Die goldene Regel für die Chinchillahaltung sollte lauten: "Den Käfig der Chinchillas so sauber halten, als wenn man selbst darin wohnen würde".

* Tierpflege

Wenn man seinem Chinchilla nun ein schönes Heim bietet, sollte man auch ein Auge auf den Gesundheitszustand des kleinen Freundes haben.

Sandbad

Um ihr Fell weich und duftig zu erhalten benötigen Chinchillas täglich ein Sandbad. Hierfür ist unbedingt spezieller Chinchilla-Sand zu verwenden, da z.B. Vogelsand viel zu rauh ist und die Haarspitzen des Fells kaputtmachen würde.
Am besten stellt man dem Tier abends beim Auslauf eine Sandwanne zur Verfügung oder man beläßt sie für einige Zeit im Käfig. Ich rate dringend davon ab, die Wanne unbegrenzt zugänglich zu machen, da die Tiere gerne in den Sand pinkeln und dieser dann nicht mehr verwendet werden kann.

Zahnpflege

Da das Chinchilla ein Nagetier ist besitzt es ständig nachwachsende Zähne. Damit diese richtig in Form bleiben muß es seine Nagezähne abwetzen können. Hierfür sollte man z.B. frische Äste oder Nagesteine aus dem Zoofachhandel in den Käfig geben, damit es daran seinem "Nagedrang" freien Lauf lassen kann.

Kotkontrolle

Besonders wichtig ist die tägliche Kontrolle des Kots. Dieser ist sozusagen das Gesundheitsbarometer des Tieres. Enorm wichtig ist die Beschaffenheit und das Aussehen des Kots.

Bei einem gesunden Tier sind die Kotbällchen ca. 1 cm lang, oval oder länglich mit einer glatten Oberfläche. Beim Brechen der Kotbällchen weist das Innere keine Hohlräume auf und es sind keine noch verdaulichen Fasern (Heureste) zu erkennen. Die Farbe des Kotes reicht im trockenen Zustand von olivgrün bis dunkelbraun.

Sind die Kotbällchen so weich, daß sie vom Chinchilla plattgedrückt werden oder gar Schmierspuren auf den Sitzbrettern hinterlassen, so hat das Tier Durchfall und muß entsprechend behandelt werden (siehe hierzu den Punkt "Krankheiten")

Sind die Kotbällchen sehr klein und hart, dann liegt normalerweise eine Verstopfung vor, gegen die ebenfalls etwas zu unternehmen ist (siehe auch hierzu den Punkt "Krankheiten")

zurück