Ein Chinchilla-Weibchen bekommt im Alter von 4 bis 6 Monaten das erste Mal
ihre Hitze. Ab diesem Zeitpunkt ist sie empfängnisbereit. Sie wird danach alle 28 - 35 Tage
hitzig, es fallen aber auch oftmals Hitzen aus. Die Empfängnisbereitschaft dauert 3 bis 4
Tage. Man kann die Hitze des Weibchens an der geöffneten Scheide erkennen. Normalerweise ist
die Scheide nämlich geschlossen.
Wenn das Weibchen also hitzig ist, kommt es zur Paarung. Diese findet meist nachts statt.
Böckchen und Weibchen jagen sich durch den ganzen Käfig und tollen herum, bis es zur Paarung
kommt. Der Deckakt kann mehrmals in der Nacht stattfinden. Nach erfolgter Paarung stößt das
Weibchen einen sogenannten "Deckpfropf" ab, den man evtl. am nächsten Tag im Streu
finden kann. Dies ist ein sicheres Zeichen, daß die Paarung stattgefunden hat. Oftmals wird dieser
Deckpfropf aber aufgefressen.
Die Tragzeit beim Chinchilla beträgt 111 Tage, was für ein Nagetier extrem lang ist. In dieser
Zeit braucht das Weibchen sehr viel Ruhe. Es ist auch dafür zu sorgen, daß es genügend Kalk
erhält (z.B. durch Calcium-Tabletten o.ä.). Gegen Ende der Tragzeit schläft das Weibchen oft
auf der Seite liegend, was aber ein völlig normales Verhalten ist.
Die Geburt findet meist nachts oder in den frühen Morgenstunden statt.
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Hier
sieht man eine Mutter mit Ihren gerade geborenen Jungtieren. Die Kleinen
waren bei dieser Aufnahme ca. 10 Minuten alt.
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Sie kündigt sich zuerst durch Wehen beim Muttertier an. Es stöhnt, krümmt
und streckt sich und gibt Schmerzenslaute von sich. Diese Phase dauert im Normalfall ca. eine halbe Stunde.
Anschließend zieht das Weibchen die Jungen vorsichtig mit den Zähnen heraus. Je nach Anzahl der Jungtiere
kann dieser Vorgang bis zu mehreren Stunden dauern. Ist die Geburt beendet frißt das Weibchen die Nachgeburt
auf und kümmert sich um ihren Nachwuchs.
Normalerweise ist ein Eingreifen des Menschen bei der Geburt nicht nötig sofern
man das Tier nicht stört. Es kann aber auch zu Komplikationen kommen, bei denen man als "Geburtshelfer"
tätig werden muß. Es kann z.B. vorkommen, daß ein Junges zu groß ist und in der Scheide
steckenbleibt oder daß ein Junges bereits im Mutterleib abgestorben ist. In diesen Fällen ist unbedingt
sofort ein Tierarzt zu holen!!!
Bei Mehrlingswürfen kann es passieren, daß die Mutter so mit der Geburt der nächsten
Jungen beschäftigt ist, daß sie sich um die ersten nicht kümmern kann, d.h. daß sie
nicht die Zeit hat, sie trocken zu lecken und zu wärmen. In diesem Fall könnte das nasse Baby an
Unterkühlung sterben. In diesem Fall nimmt man am besten das Jungtier vorsichtig aus
dem Käfig und wärmt es in den Händen. Sobald es selbständig stehen kann gibt man es der
Mutter zurück.
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Dieses Jungtier ist gerade mal ein 30 Minuten alt und von der Mutter noch nicht
komplett trockengeleckt worden. Es hat aber schon die Augen geöffnet und krabbelt im Käfig herum
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Manchmal sind die Augen eines Neugeborenen verklebt und es kann sie dann nicht öffnen.
In diesem Fall sollte man vorsichtig z.B. etwas Bepanthen Augensalbe (aus der Apotheke) auf die Lider auftragen und
sie ganz vorsichtig auseinanderziehen.
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Dieses
Jungtier ist eine Woche alt und hat sein Geburtsgewicht bereits verdoppelt. Es geht schon überall auf
Erkundungstour und ist recht flott unterwegs
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Ja, und dieser kleine Kerl ist vier Wochen alt und hat schon Gefallen an normalem
Futter gefunden wie dieses Bild beweist
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