Erkrankungen bei einem Chinchilla

Chinchillas sind sehr anfällig gegenüber Hitze, falscher Ernährung und Gebissproblemen. Wissen Sie nicht, was Ihrem Chinchilla fehlt und verhält dieser sich anders als sonst?
Gehen Sie in diesem Fall für eine Kontrolle und eine eventuelle Medikation immer zu einem Tierarzt.

Chinchilla in Bestform

Ein Chinchilla, der sich pudelwohl fühlt, ist ab der Dämmerung sehr aktiv. Sein Fell ist sauber und er hat klare, neugierige Augen. Er hat eine trockene Nase und sein Kot ist fest, trocken, in seiner Form länglich und kann nicht zertreten werden. Da es sich um ein Beutetier handelt, wird er nicht schnell angeben, dass er krank ist. Jedoch kann man dies erkennen. Wenn der Chinchilla weniger aktiv ist als gewöhnlich, sich versteckt oder mit den Zähnen knirscht, fehlt ihm wahrscheinlich etwas.

Zögern Sie nicht und gehen Sie direkt zu einem Tierarzt!


Chinchilla mit Gebissproblemen

Was Sie erwartet

Scalibor schützt gegen Zecken und Flöhe

Etwas für Hunde oder Katzen zu finden ist einfach, da jeder anscheinend entweder einen Hund oder eine Katze hat. Bei Chinchillas wird das schon etwas schwieriger. Aber manchmal kann es sich lohnen ein Katzenprodukt für Chinchillas auszuprobieren.

Ich bin grad am überlegen, ob ich das Scaliborband für meine Chinchillas benutzen sollte, damit sie gegen Zecken und Flöhe geschützt sind (siehe Scalibor ). Aber ich hab wirklich noch keine Erfahrung in der Hinsicht mit Chinchillas. Hat jemand es schon mal ausprobiert?

Diarrhö & Darmprobleme

Leidet Ihr Chinchilla an feuchten oder sogar flüssigen Ausscheidungen? Dann kann dies mehrere Ursachen haben.
Die am häufigsten auftretende Ursache ist eine falsche Ernährung. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Chinchilla ausreichend Heu zur Verfügung stehen hat, auf dem er kauen kann, und achten Sie genau darauf, welches Futter Sie Ihrem Tier geben. Möchten Sie die Ernährung Ihres Chinchillas umstellen? Tun Sie dies langsam! Eine sofortige Umstellung führt zu Diarrhö.

Zudem kann auch Stress eine Ursache von Diarrhö sein. Sorgen Sie dafür, dass der Chinchilla einen Platz hat, an dem er sich sicher fühlen kann. Stellen Sie sicher, dass Ihr Chinchilla nicht zu viel Lärm ausgesetzt ist und dass sich nichts Grundlegendes in seiner Umgebung verändert. Dies verursacht Stress.

Es kann auch sein, dass Ihr Chinchilla unter einer Bakterie leidet. In diesem Fall können Sie Verschiedenes an der Ernährung umstellen. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Chinchilla nicht austrocknet, indem Sie ihm ausreichend wasserreiche Nahrung anbieten. Geben Sie Ihrem Chinchilla zwei Tage lang keine Pellets, sondern vor allem Heu und mittels einer Spritze eventuell ein wenig Joghurt. Verabreichen Sie anstelle von Wasser Kamillentee oder schütten Sie ein wenig Apfelessig in das Trinkwasser. Nach Beendigung das Anbieten von Pellets wieder langsam aufbauen, sonst bekommt Ihr Chinchilla wieder Diarrhö.

Suchen Sie einen Tierarzt auf, falls die Diarrhö nach einer Woche immer noch nicht abgeklungen ist.

Zudem kann Ihr Chinchilla auch unter einer Verstopfung oder Gasbildung leiden. Zumeist hat der Chinchilla dann einen harten Bauch und wird nicht gerne angefasst werden. Er produziert beinahe keinen Kot und sollte er doch Kot produzieren, ist dieser sehr lang und dünn.

Die Ursache hierfür liegt nahezu immer in einer falschen Ernährung oder Stress. Sie können ihm getrocknete Pflaumen geben, diese werden die Darmtätigkeit wieder anregen.

Gebissprobleme

Wie bei Kaninchen, Meerschweinchen und anderen Nagetieren wachsen die Zähne eines Chinchillas weiter. Sie müssen daher auch auf Gegenständen, wie Zweigen nagen, um ihre Zähne zu schärfen und zu kürzen. Wenn die Zähne weiterwachsen, aber der Chinchilla diese nicht abnutzen kann, werden leidige Haken entstehen, mit denen der Chinchilla sich selbst in die Wangen und die Zunge schneidet. Wenn dies der Fall ist, wird ihr Chinchilla sabbern und aufhören zu essen, da dies Schmerzen verursacht. Ihr Chinchilla wird abmagern und eine nasse Nase bekommen.

Geben Sie Ihrem Chinchilla viel ballaststoffreiche Nahrung und sorgen Sie dafür, dass ausreichend Materialien, wie Zweige und eventuelle Spielzeuge vorhanden sind, an denen der Chinchilla nagen kann. Stellen Sie sicher, dass die Zähne rechtzeitig geschnitten werden. Ist die Beschädigung ernst? Suchen Sie dann einen Tierarzt auf. Bei diesem können die Zähne unter Narkose geschliffen werden.

Hitze

Chinchillas stammen zwar ursprünglich aus Südamerika, jedoch bedeutet dies nicht, dass diese sehr gut mit Hitze umgehen können. Die ideale Umgebungstemperatur liegt für einen Chinchilla zwischen 17 und 25 Grad Celsius: Wohnzimmertemperatur also.

Stellen Sie den Käfig nicht zu nah an die Heizung oder in die pralle Sonne. Hierdurch wird den Tieren noch wärmer und es kann zu einem Sonnenstich kommen. Es wird sofort auffallen, wenn eines der Tiere einen Sonnenstich hat. Der Chinchilla wird schnell atmen und ist anhaltend außer Atem. Er hat sehr rote Schleimhäute und wird eine Unmenge an (dickem) Schleim produzieren.

Sie müssen den Chinchilla dann abkühlen, aber niemals mit eiskaltem Wasser! Setzen Sie den Chinchilla mit seinen Pfötchen in ein Becken mit lauwarmem Wasser oder befeuchten Sie sein Fell. Setzen Sie ihn an einen kühleren Platz, raus aus der Sonne. Um herauszufinden, ob Ihr Chinchilla tatsächlich erhöhte Temperatur hat, können Sie seine Temperatur messen. Die normale Körpertemperatur liegt zwischen 37 und 39 Grad Celsius.

Fellprobleme

Der Chinchilla hat sehr viel Haar und somit werden auch Probleme mit dem Fell sofort auffallen. Auch ein beschädigtes Fell kann unterschiedliche Ursachen haben. Zunächst wieder: Stress. Wenn der Chinchilla gestresst ist, wird er sein Fell nicht mehr pflegen und dies wird zu rissigen oder brüchigen Haaren und zu einem ungepflegten Fell führen.

Zudem kann das Nagen am eigenen Fell (wie auch das rastlose Auf- und Abgehen) ein Zeichen von Langeweile sein. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Chinchilla genügend zu spielen und zu klettern hat. Ist Ihr Chinchilla allein? Schaffen Sie sich dann sofort einen Kameraden an! Lassen Sie den Chinchilla abends auch schön durch das Zimmer rennen.

Eine dritte Ursache ist Pilz. Chinchillas sind ziemlich anfällig gegenüber Pilzen und die Pilze, die sie bekommen können, sind auch auf den Menschen übertragbar. Passen Sie also gut auf und waschen Sie gründlich Ihre Hände!
Ursächlich lässt oft die Hygiene im Käfig zu wünschen übrig. Reinigen Sie den Käfig häufiger und verabreichen Sie dem Chinchilla ein pilzabtötendes Medikament. Der Tierarzt kann dieses verschreiben.